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Jung und talentiert: Newcomer-Designer

Designtalent Saskia Hübner

Newcomer-Designerin Saskia HübnerDie 23-Jährige studiert Design an der Fachhochschule Münster. Für ihr Kupferprojekt „0,005%“ wurde sie 2015 vom italienischen Kupferinstitut ausgezeichnet.

Neben dem Gestalten ist der konzeptionelle Umgang mit Projekten die große Leidenschaft von Saskia Hübner. Ausgefeilte Recherchen, das Thema Nachhaltigkeit und Dinge anders anzupacken, stehen bei ihr dabei im Vordergrund.

Einfach so drauf los kommt für Saskia Hübner nicht infrage. Die Designstudentin aus Münster möchte mit jedem ihrer Objekte eine andere Geschichte erzählen, und dafür nimmt sie sich Zeit – Zeit, sich mit dem Produkt vertraut zu machen und ausgiebig zu recherchieren. Erst anschließend geht es an die Gestaltung. Das Thema Nachhaltigkeit behält die 23-Jährige dabei stets im Blick. So auch bei ihrem Projekt „0,005%“, für das sie dieses Jahr beim internationalen Designpreis „Copper and the Home“, der vom italienischen Kupferinstitut ausgerufen wird, eine besondere Belobigung erhalten hat.

„0,005 % steht für das Kupfervorkommen in der Erde“, erzählt Saskia Hübner. „Die Keramikbehälter stellen die fünf Kontinente dar, und der Kupferstaub zeigt, wo sich das Metall befindet. Es gibt nicht so viel davon und mit meiner Arbeit möchte ich das Kupfer wertschätzen.“ Eine Denkweise, die bei der Jury in Mailand ankommt.

Pläne für die Zukunft

Hocker håg aus Buchenformholz von Designerin Saskia HübnerAls der Preis im März verliehen wurde, kam Saskia Hübner gerade aus Spanien, wo sie ein Auslandssemester in Castellón gemacht hat. Im Anschluss absolvierte sie ein Praktikum bei einem Designer in Frankfurt und ab September steht dann die Bachelorarbeit auf dem Programm. Wie es danach weitergeht, weiß die Studentin der Fachhochschule Münster auch schon: „Bevor ich mit meinem Master anfange, möchte ich ein halbes Jahr in Dänemark arbeiten. Das skandinavische Design, das trotz der reduzierten Form so viel Ausdruck hat, gefällt mir unglaublich gut“, erläutert sie ihren Entschluss.

Neben ihrem Studium arbeitet Saskia Hübner an freien Projekten, die im Alltag und auf Reisen in ihren Skizzenbüchern gelandet sind: Wohnaccessoires und Möbeln gehört dabei ihre besondere Leidenschaft. Möbel, die perfekt fürs Wohnen auf kleinstem Raum sind. Ein Beispiel hierfür ist der Hocker „håg“ (siehe Foto) aus Buchenholz, den man zusammenklappen kann. Ein Gummiband verbindet dabei das Gestell und die Sitzfläche. Außerdem arbeitet sie momentan an Büroaccessoires aus Furnierholz. „Welche Produkte am Ende dabei herauskommen, werde ich sehen. Ich bin noch in der experimentellen Phase, aber mir macht es einfach Spaß, immer neue Wege zu finden und an neuen Dingen zu arbeiten.“
Mehr über Saskia Hübner: www.saskiahuebner.de

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