Alemannenhof

Alemannenhof – Schwarzwälder Baukunst

Der Alemannenhof am Titisee wurde in regionaltypischer Bauweise konzipiert und renoviert. Im Innern zeigt er sich nun in einem gekonnten Mix aus modernen und ländlich-rustikalen Elementen. (Fotos: Alemannenhof)

AlemannenhofMalerisch eingebettet in die dunkel bewaldeten Höhen des Schwarzwald direkt am Ufer des Titisee blickt ein Luxushotel über das klare Wasser. Obwohl er traditionell und wie schon immer an diesen Ort gehörig wirkt, ist der Alemannenhof erst 32 Jahre alt. Als ein baufälliges Terrassencafé zum Verkauf stand, beschloss die Familie Drubba, dort ein familiengeführtes, individuell gestaltetes Hotel zu bauen – ein Boutique-Hotel. Doch es wurde nicht ein beliebiger Neubau dorthin gesetzt. Das Hotel mit gehobenem Komfort zeigt den Variantenreichtum der einheimischen Handwerkskunst. „Das alte malerische Schwarzwaldhaus“, ein Buch von Richard Schilling, diente als Leitfaden. Von 2010 bis 2012 wurde das Gebäude in drei Bauabschnitten renoviert, die Gästezimmer saniert und der Lobby- und Rezeptionsbereich erweitert.

Der Alemannenhof bricht in die Moderne Auf

Dem Geschäftsführer Thomas Drubba merkt man die Leidenschaft an, wenn er von seinem Hotel und den Umbauarbeiten erzählt. „Auf der einen Seite sollte das Rustikale und Gemütliche nicht verloren gehen, andererseits ist es ein Aufbruch ins moderne Zeitalter“, erklärt er den gekonnten Brückenschlag zwischen der urigen Bauweise und neuen Elementen. „Es war eine Gratwanderung, die Schwarzwald-Romantik ins 21. Jahrhundert zu transportieren“, berichtet er weiter. Und obwohl er viele eigene Vorstellungen hatte, ließ er Innenarchitekt und Schreiner Christoph Föhrenbach freie Hand. „Ich habe mehr Spaß daran, in die Rolle des Auftraggebers zu schlüpfen und etwas Originelles zu schaffen“, erläutert der Innenarchitekt seine Arbeitsweise, „ als dass diesen Zimmern meine Handschrift anzusehen ist.“

So ist es nicht verwunderlich, dass ein stimmiges Gesamtkonzept entstanden ist, mit dem jeder zufrieden ist – auch die Gäste, die sich von den verschieden gestalteten Zimmern begeistert zeigen. „Wir kombinierten hell und dunkel, farbig und weniger farbig, etwas konventioneller und etwas urbaner miteinander“, erklärt Christoph Föhrenbach. Nach insgesamt drei Etappen des Umbaus – schließlich lief der Hotelbetrieb weiter – variierte das Aussehen der einzelnen Zimmer, sodass keines genau dem anderen gleicht. „Es bestand der Wunsch zum Boutique-Hotel“, erinnert sich der Innenarchitekt. „Es sollte ein Grundkonsens in den sanierten Bereichen, doch keine Schubladentypen entstehen. Das Haus gibt es auch her“, schmunzelt er. „Dachschrägen, unterschiedlich geschnittene Zimmer – da lässt sich etwas Originelles entwerfen und jeder Raum mit einer gewissen Attraktivität versehen.“ Ein schönes Beispiel, wie sich Alt und Neu vereinen, ist der Eingangsbereich. Hier gehen Lobby, Rezeptionsbereich und Bar nahtlos ineinander über. Die alte Kassettendecke über der Rezeption zeigt gemalte Gürtelschnallen aus dem schwäbischen Raum, die Möbel der modernen Bar und der Lobby greifen diese Farben auf und führen sie zu einem harmonischen Gesamtbild zusammen. „Es muss alles aufeinander abgestimmt sein“, resümiert Christoph Föhrenbach. „Dann fällt das Alte im Gegensatz zum Neuen nicht ab.“

Weitere Infos über das Boutique-Hotel Alemannenhof unter www.hotel-alemannenhof.de

Das könnte Sie auch interessieren:
Das Leonardo Hotel
Skyhouse – Dem Himmel so nah
Hier geht’s zu unserem Online-Shop

Teile diesen Beitrag