Hager-Wohnraumansicht

Optimierte Energieflüsse

Wer sein Haus intelligent vernetzt, erhöht nicht nur den Wohnkomfort, sondern in der Regel auch die Energieeffizienz und Sicherheit.
Titelfoto: Hager; Text: Nina Greve

Wer kennt sie nicht, die verlockenden Smart-Home-Szenarien: bequem auf dem Sofa sitzend per Smartphone oder Tablet die Dachflächenfenster schließen, da ein plötzlicher Regenguss herunterkommt, vom Auto aus die Heizung hochfahren, damit es gemütlich warm ist, wenn man zu Hause ankommt oder sich vom Kühlschrank per SMS melden lassen, dass die Milch aufgebraucht ist. Tatsächlich ist Komfort nach wie vor das ausschlaggebende Argument für die meisten Bauherren, wenn es um Überlegungen zu einer Hausautomation geht. „Energieeffi zienz und Sicherheit sind wichtige Komponenten bei der Entscheidung, aber letztlich sind das die Vernunftsaspekte. Für unsere Kunden spielt der Komfort eine große Rolle und sollte daher immer in Kombination realisiert werden“, bestätigt Enrico Löhrke, Geschäftsführer der inHaus GmbH, die vor gut zehn Jahren aus dem Fraunhofer inHaus-Zentrum in Duisburg hervorgegangen ist. „Außerdem ist in jüngster Zeit ein weiteres interessantes Marktsegment hinzugekommen: Intelligente Assistenz-Systeme sind für ältere Nutzer eine Möglichkeit, länger unabhängig zu Hause wohnen bleiben zu können.“

Intelligente Vernetzung

„Smart Home“ bedeutet mehr als das einfache Programmieren der Heizungsanlage, wenngleich das ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Systems ist. Das Schlüsselwort lautet „Vernetzung“. Je nach den speziellen Anforderungen und Wünschen der Bewohner können sehr viele automatische Vorgänge sinnvoll miteinander verknüpft und zentral gesteuert werden. Nun wird also die Heizung nicht nur nach dem persönlichen Tagesablauf programmiert, sondern die Einstellung kann zusätzlich mit der Verschattung kombiniert werden. Diese wiederum wird mit der Beleuchtung abgestimmt, sodass Sonnenlicht und Sonnenwärme effizient genutzt werden. Das spart Energiekosten und sorgt für ein angenehmes Wohnklima. Natürlich lassen sich auch reine Wellness- oder Romantikszenarien, beispielsweise durch das Programmieren und Vernetzen von Beleuchtung und HiFi-Anlage, erzeugen.

Nur für Technikaffine?

Aber braucht man für so viel Technik nicht auch ein gewisses Grundwissen? Nicht nur ältere Menschen äußern diese Bedenken und haben Sorge, dass ihr Technikverständnis nicht ausreichen könnte. Das aber ist nicht die Intention des Smart Homes. „Die intelligente Haustechnik möchte den Bewohnern das Leben erleichtern und nicht verkomplizieren. Die wenigsten unserer Kunden sind technikaffin“, bestätigt auch Smart-Home-Experte Enrico Löhrke. „Sie wünschen sich mehr Komfort und eine zukunftssichere Immobilie. Für die Nutzer sind Funktion und Anwendung wichtig, nicht die Technik, die dahintersteckt.“ Der Kunde wählt wie beim Auto das Modell und eine individuelle Ausstattung und kann, wenn er es möchte, die technische Planung und Organisation komplett abgeben. Die Technik, mit der der Anwender dann zu tun hat, nämlich die zentrale Steuerung, sollte sich ohnehin von selbst erklären. Gesteuert werden kann das Smart Home übrigens entweder mobil über Smartphone oder Tablet, zentral über ein Touchpanel oder konventionell über Schalter und Taster.
Jung-FernseherFür Altbauten eignen sich Smart-Home-Lösungen, die per Funk arbeiten wie das „eNet“ von Jung. Die Steuerung ist intuitiv und flexibel: Das System kann über ein Touchpanel, den Computer oder das Smartphone bedient werden.
Foto: Jung

 

 

 

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe casamia 3/2014.

 

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